Bemerkenswert

Das Abenteuer Hund

Auf dem Weg zum Dreamteam

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Warum ein Blog? Warum ein Hundeblog? Einer von so unglaublich vielen?
Nachdem ich zig Blogartikel gelesen habe, kam kurzzeitig der Gedanke auf, auch einen Blog zu starten. Über Holly und mich und unseren Weg zu dem, was wir noch werden wollen.

Der Gedanke war schnell verworfen, hab ich doch schon ein fotocommunity Konto und einen YouTube Kanal, sowie eine vollkommen veraltete Homepage… und wen sollten unsere Geschichten überhaupt interessieren? Was hätten wir überhaupt Interessantes zu sagen? Also nun doch kein Blog.

Nach kurzem Austausch mit meiner lieben Freundin Lea ging mir der Gedanke nun allerdings doch nicht mehr aus dem Kopf.
So kam ich letztendlich doch zu dem Schluss, warum denn eigentlich nicht?
Warum nicht fotocommunity und YouTube für den Blog nutzen? Warum nicht die ohnehin längst aktualisierungsbedürftige Homepage durch einen Blog ersetzen?
Warum nicht denjenigen, die doch Interesse haben einen Einblick in unser Chaos gewähren?
In meinem Blog soll es nicht um Ernährungs- oder Gesundheitsfragen gehen, nicht um wissenschaftliche Arbeiten oder dergleichen, dieser Blog soll einfach allen Interessierten unsere Abenteuer nahelegen. Unser Alltag mit Betreuungs- und Gassihunden, Ausflüge, Erlebnisse, Fotos, Trainingseinheiten, Fort- oder gar Rückschritte zwischen Holly und mir,  gerne auch Produkterfahrungen, Trickanleitungen oder Buchempfehlungen.
Kurz gesagt: Wozu wir so lustig sind.
Unterstützt werden wir dabei von meiner lieben Freundin Lea, die hier auch zu Wort kommen wird.

Wir wünschen euch viel Spaß mit uns!

 

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Holly mit Leas Aussiedoodlen Yuki und Alinga

 

 

Hundebegegnungen – leidiges Thema

Hundebegegnungen, jeder kennt sie, es gibt viele verschiedene dieser Art.

Wir hatten heute auch mal wieder welche…

Ich bin heute mit Holly Fahrrad gefahren, im Wald trafen wir auf einen Riesenschnauzer, in Begleitung eines kleinen weißen Puschels, Holly lief frei.
Die Besitzerin war uns bekannt, rief ihre Hunde ran, den Schnauzer leinte sie an, ich holte Holly zu mir ins Fuß und fuhr langsam an ihnen vorbei, als wir vorbei waren lief der weiße uns hinterher ein kurzes Stück, wollte nur friedlich schnuppern und Frauchen war bemüht ihn zurückzubekommen, ohne mit dem aufgeregten Schnauzer zu nah zu kommen.
Alles in allem also doch eher eine positive Begegnung.

Die zweite Begegnung war schon etwas komischer, ein Yorkshire Terrier, Holly war immer noch bei Fuß neben mir. Schnell nahm die Frau ihren Hund hoch und schaute uns dabei böse an. Ich hielt an, ließ Holly absitzen und lächelte freundlich, die Frau dankte und grüßte, trotz des holprigen Starts auch eine positive Begegnung.

Dann kam Begegnung Nummer drei, wie sagt man so schön, alle guten Dinge sind drei? Nun ja, darauf hätte ich auch verzichten können…
Wir sind aus dem Wald raus, Holly wieder angeleint, wollen in eine Straße einbiegen, kommt kurz vor der Kurve vom Bürgersteig ein brauner, kleiner Hund angeschossen, nicht einmal halb so groß wie Holly.
Der Kopf niedrig gehalten, auf Rückenlinie, das Rückenfell gesträubt, die Rute wie ein Fahnenmast in die Höhe, rannte das kleine Biest knurrend auf Holly zu und fixierte sie.
Holly, die Schisserin vor dem Herrn, legte die Öhrchen ein an und zog den Schwanz ein.
Ich hatte gerade noch genug Zeit, stehenzubleiben und mein Rad schützend vor meinen Hund zu schieben und energisch „Geh ab!“ zu sagen.
Der andere Hund hat es gerade noch so geschafft, nicht mit vollem Tempo gegen mein Fahrrad zu rennen, berührt hat er es aber dennoch mit seiner Schnauze.

Erst da nehme ich den Besitzer war, der sich über die Hundebegegnung gefreut hat und nun völlig ausrastet und stelle fest, die zwei haben wir schon öfter getroffen, immer mit dem selben Problem. Zweimal hatte Holly nach der Begegnung Löcher im Hintern… Einmal konnte ich mich früh genug vor sie stellen und eben heute…
Da wettert er los, was mir eigentlich einfallen würde, seinen Hund mit dem Fahrrad zu überfahren, der Hund versuchte währenddessen, immernoch die selbe Körperhaltung, jetzt allerdings stumm, uns zu umkreisen, um an Holly zu kommen, so schob ich mein Fahrrad immer wieder vor und zurück in die aktuelle Laufrichtung des kleinen Monsters.
Ich war kurz perplex und entgegnete dann, ich hätte den Hund ja überhaupt nicht überfahren, außerdem schotte ich meinen Hund natürlich ab, wenn ein anderer so auf sie zu kommt.
Da schnauzt der mich an, das wäre hier der liebste Hund der Straße (also, ich kenne sage und schreibe 9 Hunde aus derselben Straße, alle samt freundlicher als dieser.. nur als Randinfo..), ich solle froh sein, dass ich kein Mann wäre, dann hätte ich mir jetzt Prügel eingefangen.

Nun ja, besonders stark und kampflustig bin ich jetzt auch nicht, aber sorry, dem Anschein nach, hätte ich mich selbst als Frau gut wehren können, ich entgegnete allerdings nur, dass ich in dem Fall die Polizei gerufen hätte und er sich mal mit Hunden und dessen Körpersprache auseinander setzen soll, wenn er das ernsthaft für freundlich hält.

Da der Mann nach wie vor keine Anstalten machte, zu gehen oder seinen Hund anzuleinen, dieser aber immer noch vehement versuchte Holly zu erreichen (zu unserem Glück war auf einer Seite ein parkendes Auto, was es mir sehr erleichterte den Weg zu Holly weiterhin zu versperren), bat ich ihn  während dieses unsinnigen Gesprächs mehrfach, endlich weiter zu gehen, ich kann so nicht weiterfahren.

Nach weiteren Drohungen, unter anderem er hofft für mich, dass er mich da nie wieder sieht (ich konnte mir nicht verkneifen zu sagen, dass hoffe ich anders herum auch), ging er endlich und wir konnten fahren, Holly hatte ich dafür kurz auf die andere Seite genommen, da der kleine Hund uns doch nochmal nachsetzen wollte, durch Auto und Rad aber Gott sei Dank nicht an Holly ran kam.

Erfreulicherweise, treffen wir mehr vernünftige Mensch, aber es ist immer wieder schon fast schockierend, wie unglaublich unwissend und rücksichtslos so einige Halter sind.

Hundetrainerausbildung – Sinn oder Unsinn

Am 09.12.17 habe ich meine Hundetrainerprüfung erfolgreich abgelegt, meine Ausbildung habe ich bei Ziemer & Falke als Hundetrainer @ Home Ausbildung gemacht.

Nicht selten wurde ich gefragt, weshalb ich mir die teure Ausbildung überhaupt antue, weshalb ich nicht einfach nur eine Prüfung des Veterinäramtes ablege.

Nun, warum hab ich eine Ausbildung gewählt?
Ich wollte eine umfassende Ausbildung, die einem auch keine eigene Philosophie aufdrückt.
Es wird oft weit unterschätzt, was ein Hundetrainer leisten können sollte, all das was ich in 18 Monaten in Webinaren, meinen Unterlagen und Seminaren gelernt habe, kann unmöglich an den typischen Wochenendprüfungen (Wochenendseminar + abschließende Prüfung) gelehrt und gelernt werden.
Genau deswegen war es mir sehr wichtig, eine vernünftige Schulung zu absolvieren und nicht mit gefährlichem Halbwissen zu arbeiten, denn zum Hundetrainer gehört so viel mehr, als ein bisschen Körpersprache, Sitz und Platz.

Aber was sind wichtige Ausbildungsinhalte?

Natürlich die Lerntheorien, wie setzt man Trainingsziele, Definitionen von Zielen, Definition von Motivation und verschiedene Motivationsmittel, Rasseunterschiede beim Training, verschiedene Methoden und Möglichkeiten, menschliche und hündische Körpersprache.
Aber solche Inhalte sind wahrscheinlich den meisten klar. Logisch muss ein Trainer Hund und Halter lesen können, wissen, wie Lernen funktioniert, mit seinen Methoden auf das Individuum eingehen können und ein Motivationsmittel finden, damit die Übungen durchführbar sind. Diese Dinge sind so ziemlich jedem klar.

Was aber gehört noch dazu?

Eine gehörige Portion Allgemeinwissen zu allen anderen Bereichen: Die richtige Auslastung, Welpenentwicklung (nicht nur die Zeit der Sozialisation, auch alles davor und hormonelle Einflüsse), Domestikation und Co Evolution, Funktionsketten, Erste Hilfe, Gesundheit – wie die Organe normalerweise funktionieren, die durchschnittlichen Blutwerte, Puls, Atemfrequenz, Temperatur. Das typische Gangbild, Anzeichen für Schmerzreize.
Man lernt einiges über Impfungen, Parasiten und Krankheiten, den Stoffwechsel, worauf beim Futter zu achten ist, wie man den Energiebedarf des Hundes berechnet und den Energiegehalt des Futters – und somit die richtige Fütterungsmenge berechnet.

Was ist ein Wesenstest? Was genau wird dort überprüft, welche Aufgaben muss der Hund meistern? Unter welchen Bedingungen findet er statt, wer überprüft, welche Qualifikationen muss der Prüfer haben? Tierschutzrecht und nicht zuletzt auch Existenzgründung, wie kalkuliere ich meine Stundenpreise, meine Fahrtkosten etc.?

Mal davon ab, dass schon allein der erste Teil, über Methoden und Lerntheorien, Funktion des Gedächtnisses, wie man Trainingspläne erstellt, Körpersprache etc. all das, was ein Trainer so oder so grundsätzlich wissen sollte schon unglaublich viel Lernstoff umfasst: zur Veranschaulichung, in meinen Unterlagen handelt es sich dabei um 551 Seiten nur zu Methoden, Verhalten, Lerntheorien, Entwicklung (z.B. Sozialisation und Habituation) und Körpersprache + dazugehörige Seminare (12 Tage insgesamt) und mehrere Webinare – noch kein Wort zur Gesundheit, den Organen, Parasiten, Impfungen, Tierschutz, Wesenstest, Futter oder Existenzgründung, kann man wirklich allein diese 551 Seiten + Webinare + 12 Praxistage intensiv genug an einem Wochenende lernen? Ich glaube kaum.

Genau deswegen halte ich eine Hundetrainerausbildung nicht nur für sinnvoll, sondern für unentbehrlich, um als solcher zu praktizieren. Und aus diesem Grund sollte jeder Kunde die Fähigkeiten seines Trainers hinterfragen und sich nicht nur mit der Erlaubnis nach Paragraph 11 zufrieden geben, sondern nachhaken.
Wie ist er da dran gekommen? Welche Seminare, Webinare und andere Lehrveranstaltungen oder Ausbildungen wurden tatsächlich absolviert?
Denn leider gibt es noch viel zu viele schwarze Schafe unter uns!

Hundetrainer Zertifikat

Urlaubsimpressionen

Wir haben einen wahnsinnig schönen Urlaub mit Lea und ihren Vierpfotenkünstlern hinter uns.
Da ich in der Prüfungsvorbereitung stecke, ist es sehr ruhig hier, versprochen, danach wird es hier etwas interessanter.

Das Beitragsbild ist von mir, alle anderen Fotos hat die liebe Lea gemacht und ich bearbeitet.
Zu allererst unsere drei Irren 🙂

 


Viel Spaß beim Fotos schauen 🙂
Links seht ihr Leas Original (Danke dir :-* ohne deine großartigen Fotos, hätte ich sie nie so schön bearbeiten können) und rechts meine Bearbeitung (mal nur gedreht und geschnitten, mal mehr dran rum gebastelt)


Wir haben uns auch während des Urlaubs mit einem anderen Aussiedoodle getroffen, hier ein paar Spielfotos des Treffens (auch alle von Lea)

Wir waren aber nicht nur am Strand unterwegs, sondern auch eine schöne Strecke durch den Wald.


Ich danke euch fürs Anschauen.

Beziehung ist Arbeit

Aus gegebenem Anlass schreibe ich heute darüber, wie ich an unserer Beziehung gearbeitet habe.

Ja, wie habe ich das eigentlich gemacht?
Wenn ich ganz ehrlich bin, ist es schwierig für mich, das richtig hintereinander zu bekommen, warum? Nachdem ich auf die alles andere als hilfreichen Tipps von vier verschiedenen Trainern gehört habe und absolut verzweifelt war, nahm ich das Training einfach selbst in die Hand.
Und wie? Gute Frage, ein paar Fachbücher und eine ordentliche Portion Intuition.

Wir hatten zwar von Anfang an eine Enge Verbindung zueinander, aber irgendwie ging doch jeder seiner Wege, wie eine sehr gute Freundin, zu der man schleichend immer weniger Kontakt hat, was einem aber gar nicht mehr auffällt, wenn der Kontakt gerade mal wieder hergestellt ist.
Wir liefen nebeneinander, nicht miteinander. Wirklich aufgefallen ist mir dieses Problem erst, als ihr Jagdtrieb in vollen Zügen zum Vorschein kam und alle angepriesenen Methoden null Erfolg brachten.

Um den Kreis zu durchbrechen hatte die liebe Holly überwiegend Leinenpflicht, nur wenn ich mich aktiv mit ihr beschäftigt habe durfte sie frei laufen. Hat sie nicht mitarbeiten wollen, habe ich sie einfach kommentarlos wieder angeleint (wichtig: Leine ist nicht negativ verknüpft und Ärger und Frust meinerseits sind auch Fehl am Platz), dadurch hat sie mir überhaupt erst wieder eine Chance gegeben, interessant für sie zu sein.
Ehrlich gesagt war ich das bis dahin auch wirklich nie besonders für sie, vermutlich kam es deshalb überhaupt so weit, wie es eben kam.
Noch dazu haben wir viel miteinander gearbeitet, nach und nach wirklich immer mehr miteinander.
Wir haben Rettungshundearbeit gemacht, Spürarbeit und Trickdogging, ein bisschen Dummytraining. Möglichst viel Abwechslung, da sie sehr schnell gelangweilt ist und vor allem stumpfe Wiederholungen doof findet.

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Außerdem habe ich an ihrem Vertrauen zu mir gearbeitet, beispielsweise klettert sie unheimlich gern, was wir dann gezielt trainiert haben und sie hat dadurch gelernt, dass ich sie aus gefährlichen Situationen raus hole.

 

Wir haben viel Gerätetraining oder Waldagility gemacht, an ihrem Gleichgewicht und ihrer Koordination gearbeitet.
Da sie als Angsthund kam, haben wir natürlich auch viel an ihren Ängsten bearbeitet, leider noch nicht alle und leider kamen zum Teil neue dazu, aber wir bleiben dran.
Ich hab sie langsam und schrittweise an die Stadt, neue Orte, fremde Menschen und andere für sie damals unheimlich gruselige Dinge gewöhnt und der Weg geht stetig weiter.


Ich wurde nun so oft gefragt, wie ich denn an unserer Beziehung gearbeitet habe, deshalb habe ich diesen Beitrag geschrieben.
Für manche wird er hilfreich sein, vermutlich für genauso viele auch nicht.
Denn ich denke, wie man am besten an der Beziehung arbeitet ist bei jedem Hund etwas anders, schließlich handelt es sich um Individuen.
Bei uns funktioniert es so sehr gut, aber wir sind noch weit entfernt vom Dreamteam und müssen stetig weiter daran arbeiten, also lasst euch nicht entmutigen.
Ich denke, eine Beziehung, ein Wir Gefühl, ist eine ewige Baustelle, mal mehr mal weniger, man muss immer darauf aufpassen, sich nicht wieder voneinander zu entfernen, nur weil es gerade mal läuft.
Nachtrag zu den Fotos: Bei den wenigen nicht Kletterfotos handelt es sich um Situationen, die sie mal höchst beängstigend fand: Das Liegen in einer Froschstraße, anfänglich undenkbar gewesen, wegen des engen Raumes; Spielen mit einer anderen Person, zu der sie da das erste Mal Kontakt hatte, anfangs bei ihrer panischen Angst vor Menschen nie möglich gewesen; Schwimmen/Wasser, als sie noch klein war, durften bei Trinkversuchen nicht mal die Zehen das Wasser berühren, da war auf einmal die Pfote ab; Kunststücke auf Baumstämmen, man hätte schließlich runterfallen können; Wasserfontänen, keine Ahnung wieso, aber als sie die das erste Mal erlebt hat, wollte sie einfach nur panisch davon rennen.

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Produkttest: Qings&Queens

Qings & Queens hat uns ein Halsband zum Testen zur Verfügung gestellt, nun unser Ergebnis.
Wir durften ein braunes, schlichtes Fettlederhalsband mit türkiser Takelung  testen.

Da ich zugegebenermaßen eher der Typ für schickere/auffälligere Halsbänder mit mehr Zeugs dran bin, fand ich das Halsband anfangs ganz okay, nicht hässlich, um Gottes Willen, einfach schlicht schön, auch jetzt noch…
Jedoch schon als Holly es das erste Mal trug, wandelte sich das okay in ein „toootaaaal schööööööön“ und mit jedem Tragen liebe ich es mehr und mehr. Dieses Halsband war sozusagen Liebe auf den zweiten Blick.
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Wir durften die Zugstopp Variante testen, welche unsere Lieblingsvariante ist, die Größe passt auch perfekt! Für manche mag dies selbstverständlich sein, wenn man den Hund richtig misst, leider habe ich bei Maßanfertigung schon andere Erfahrungen gemacht (Hersteller hat sich vermessen, am Ende war ich die Doofe…), weshalb mich das umso mehr freut.
Es ist leicht anzuziehen und hängt dann locker am Hals, aber nicht so locker, dass es ihr von allein über den Kopf rutschen würde, wenn sie mal wieder nur Spuren lesen im Kopf hat. Anfangs war das Ausziehen über den Kopf etwas schwierig, allerdings weitet sich das Halsband noch etwas, gerade bei häufige Benutzung, sodass es jetzt auch super leicht auszuziehen ist (und immer noch nicht beim Schnuppern runter rutschen würde!).
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Das Fettleder ist richtig schön weich, färbt nicht und gab keinerlei chemische Gerüche ab, die Takelung war sauber und gut verarbeitet. Wie bereits geschrieben, passt auch die Größe super, nicht nur das geöffnete, auch das geschlossene Halsband sitzt, wie es sitzen sollte. Der Stop wäre vor der Takelung noch etwas verstellbar, befindet sich aber an der perfekten Stelle.
Das einzige, was ich zu kritisieren hätte, sind die beiden Ringe. Die Ringe sind so klein, dass der eine (wo auch unsere Hundemarke dran befestigt ist), das Leder bei der Bewegung etwas in Mitleidenschaft zieht und an den Lederkanten reibt.
Für uns aber kein wirklich ernster Kritikpunkt und tut der Liebe keinen Abbruch!

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Bevor die Fotos für diesen Beitrag gemacht worden sind, wurde das Halsband natürlich auf Herz und Nieren getestet. Wenn ich es nicht besser wüsste, könnte ich es selbst kaum glauben, da die Takelung noch so unfassbar sauber ist! Ich schwäre ich hab das Halsband  nicht auch nur einmal abgespült oder gar gewaschen.
Holly hat damit gebuddelt, was das Zeug hält und zwar so tief, dass sie zur Hälfte im Loch gesteckt hat, als sie daraus kam, war der ganze Hund voll Erde, nur das Halsband blitzblank. Sie ist damit geschwommen, hat sich gewälzt in Laub, Matsch und Sand, gespielt, ist durchs Dickicht gestromert und hat allerlei Blödsinn angestellt, der der Holly so gefällt.
Trotzdem war das Halsband absolut Shootingreif, ohne weiteres zu tun, das begeistert mich nach wie vor am meisten!
Dieses Halsband wird bei uns auf jeden Fall noch lange und häufig in Gebrauch sein!
Vielen, vielen Dank, dass wir es testen durften!

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Produkttest: Doggiepack

Wir haben das Futter von Doggiepack getestet, dafür hat uns Doggiepack freundlicherweise ein Testpaket zukommen lassen.

Wer oder was ist Doggiepack eigentlich?

Doggieback ist ein familiäres Unternehmen aus Hessen, welches faires Frostfutter vertreibt. Sie zeichnen sich durch offene Deklaration, nur drin was drauf steht und Fairness auf allen Ebenen aus. (Über Doggiepack).
Sie haben sich zur Aufgabe gemacht, fair und hochwertig produziertes, frisches und gesundes Hundefutter herzustellen, dies unter den gleichen hygienischen Bedingungen, wie in der Lebensmittelindustrie. (Doggiepack History).

Im Online Shop findet man verschiedene Bachblütenkekse, BARF Knochen, getrocknete Kauartikel, gebackene Hundekekse und auch Backmischungen für Hundekekse und natürlich diverse Frostfleischangebote, darunter sowohl purinarme als auch getreidefreie Sorten. Wer nicht weiß, wie viel er seinem Hund füttern sollte, findet einen sehr guten Futterkalkulater, welcher Alter, Gewicht, aktuelle Figur und Bewegung berücksichtigt, auf der selben Seite ist leicht erklärt, wie ein übergewichtiger Hund richtig abnehmen kann und ab wann ein Hund überhaupt übergewichtig ist.

 

Unser Testpaket enthielt eine Packung Rinderschlund, eine Packung Möhrenleckerchen, die Oktober/November Ausgabe der „dog in town“, ein paar Infomaterialien zu den Doggiepack Produkten und natürlich eine Menge BARF.
Das Fleisch war in einer Plastiktüte mit einem gefrorenen Wasserbeutel und wurde mit Hanfmatten isoliert, zwar waren ein paar der Packungen schon angetaut, als das Paket bei uns ankam, wir finden das allerdings nicht weiter schlimm.

Fangen wir mal bei den Möhrenkeksen an, diese Kekse werden in einer Bäckerei von Menschen mit Handicap per Hand gebacken und abgefüllt.
Die Möhrenkekse enthalten Dinkelvollkornmehl, 21% Möhren, Maisgrieß, Distelöl und Honig, Zusatzstoffe sind keine verwendet worden.
Auf der Verpackung steht eine Fütterungsempfehlung und es wird nochmal auf das Gewicht hingewiesen.
Obwohl Holly mit trockenen Keksen nicht allzu viel anfangen kann und sie meistens verschmäht, schienen ihr diese zu schmecken.

Sie hat zwar auch kein besonders großes Interesse gezeigt, wie das bei manch anderen Leckereien der Fall ist, aber auch keinen liegen lassen 😉 .

Die Rinderschlundsticks waren für Holly ein echtes Highlight, dabei ist sie auch bei Kauartikel sehr wählerisch, viele mag sie nicht oder machen ihr sogar Angst, bei manchen habe ich auch das Gefühl, sie weiß einfach nicht recht etwas damit anzufangen.
Hier war es anders…


Natürlich wollen wir euch auch unsere Meinung zum BARF nicht vorenthalten!


Holly hat, bis auf eine, alle Sorten anstandslos gefressen. Lediglich die Sorte Pferd Gurke & Zitronenmelisse hat sie am ersten Tag komplett verschmäht, stattdessen lieber Trockenfutter gefressen, am zweiten Tag habe ich ein Ei unter gerührt, dann war es der kleinen Prinzessin auch gut genug.
Die Menüs von Doggiepack zeichnen sich nicht nur durch frische und saisonale Zutaten aus. Doggiepack verspricht mindestens 70% Frischfleischanteil, mindestens 25% Gemüse- und Obstanteil, überwiegend gluten- und getreidefrei, Allergen-arm, frei von künstlichen Konservierungsstoffen und Aromazusätzen und 100% transparente Zutatendeklaration.
Durch saisonal wechselnde Rezepturen und abwechslungsreiche Zutaten sind Nahrungsergänzungsmittel nicht mehr notwendig.

Lediglich die purinarmen Sorten haben einen geringeren Fleischanteil, aber auch diese decken den Bedarf des Hundes ab. Außerdem gibt es komplett getreidefreie Menüs zur Auswahl, als auch Light Menüs, welche sich für übergewichtige Hunde super eignen und dabei helfen, das Idealgewicht wieder herzustellen.

Da ich kein Ernährungs- oder Fleischexperte bin, kann ich die Qualität nur subjektiv bewerten.

Für mich sah das Fleisch allerdings gut aus, nicht zu farbig und nicht zu fad, sondern sehr natürlich. Ich muss auch sagen, dass ich (bis auf Darmfit, pfui *lach*), nicht einen so starken Geruch feststellen konnte, wie ich es bei anderen BARF Herstellern erlebt habe.

Und natürlich eines der wichtigsten Kriterien hat es erfüllt:
Holly frisst es gerne (ja, sie hat auch schon mehrfach gutes BARF stehen lassen… ) und verträgt es sehr gut, auch wenn sie nur teilgebarft wird und zur Hälfte Trockenfutter bekommt. Die Umstellung vom Dosenfrühstück aufs Doggiepackfrühstück war unproblematisch, kein Bauchweh, kein Durchfall oder sonstige Symptome, die bei abruptem Futterwechsel vorkommen können. Ihre Häufchen sind noch kleiner als vorher schon und sie macht zwei bis dreimal am Tag, Farbe und Konsistenz sind auch sehr gut, nicht zu hart, nicht zu weich.
Alles in Allem sind wir daher wirklich sehr zufrieden mit unserem Testpaket und bedanken uns sehr herzlich für diese Möglichkeit!

Die beste Entscheidung meines Lebens

Ich habe euch ja bereits erzählt, wie wir zueinander fanden und in meinem letzten Beitrag, wieso Holly die falsche Wahl war.

Wie angekündigt, erzähle ich euch heute, weshalb sie bei mir schließlich doch goldrichtig ist!

Holly hatte viele Ängste, als sie bei uns einzog und ich hatte keine Ahnung davon.

Dennoch haben wir es geschafft, die meisten davon zu überwinden, so rennt sie nicht mehr weg, wenn jemand sich zu ihr beugt, sie schnappt nicht mehr, wenn ein Fremder sie einfach so von hinten anfasst, sie versteinert nicht mehr an neuen Orten und will direkt zurück zum Auto.

Auch wenn ich zu ihrem Leidwesen viel zu lange gebraucht habe, um es zu verstehen und mich auch darauf einzulassen, so hat sie mir unglaublich viel beigebracht und die Augen geöffnet.
Ohne sie wäre ich nie diesen Weg gegangen und hätte eine Hundetrainerausbildung begonnen, um Hunden zu helfen wie ihr, mit Haltern wie ich einer war.

Wie schon erwähnt, war ich damals noch sehr konservativ, ja schon eher hinterwäldlerisch eingestellt, „die muss das lernen“, „die Regeln das unter sich“, „die muss funktionieren“ mit dem negativen Beigeschmack, der auch noch dazu gehört.
Mit Holly war das Ganze, wie mit einem Ast im Wespennest zu stochern.
Als Junghund wurde sie viel gemobbt, Spielzeug und sogar Leckerchen hatten sehr dreiste Hunde direkt aus ihrer Schnauze geklaut, nach der ersten Läufigkeit fing sie an sich zu wehren.
Statt ihr zu helfen, nicht mehr so dreist beklaut und auch noch gemobbt zu werden, hat sie nur Anschiss bekommen für ihr Verhalten, so lernte sie schnell, Frauchen hilft mir nicht und macht nur noch zusätzlich Ärger. So wurde aus einem einst verträglichen unterwürfigen Junghund eine unsicherere immer biestigere Zicke, die schon prophylaktisch erstmal verteidigte. Dazu kamen sogar noch einige Beißereien, leider auch viele, an denen sie keinerlei Schuld trägt. Beispielsweise war einer dieser Situationen, sie lief neben mir am Wegesrand, jemand mit Hund kam mir entgegen, hielt seinen Hund ebenfalls am Wegesrand, Holly lief schon einen Bogen soweit es ging und schaute geradeaus, kaum waren wir auf einer Höhe, ließ der andere die Leine lang, der Hund schoss hinter mir zu Holly und ging auf sie los – leider waren das unsere Häufigsten Beißereien.
Durch diese Erlebnisse fing ich endlich an, umzudenken und ihr die Sicherheit zu geben, die sie braucht, endlich wirklich dazu zu lernen und ein angemessener Halter für sie zu werden, mein ganzer Umgang mit Hunden hat sich stark verändert, zum positiven, freundlicher und verständnisvoller, sachkundiger vor allem.
Sie brachte mir also bei, wie man sich als Hundehalter verhalten sollte, seitdem haben wir wirklich enorme Fortschritte gemacht.

Hinzu kommt, dass ich es gewohnt war, mit bestechlichen Hunden zu arbeiten. Nie habe ich mir Gedanken gemacht, wie man einen Hund für sich gewinnen kann, wenn er nicht auf Spielzeug oder Leckerchen abfährt, auf diesen Gedanken bin ich zuvor nicht einmal gekommen.
Als aber zwischen Holly und mir die ersten gravierenden Probleme auftauchten, stellte ich schnell fest, ein solches unbestechliches Exemplar vor der Nase zuhaben – auch heute ist das noch so. Wenn sie etwas für Futter oder Spielzeug macht, dann weil sie sowieso Lust dazu hat und mittlerweile auch für mich, seit unsere Beziehung wesentlich besser geworden ist. Hat sie keine Lust, sowieso zum Beispiel auf die Suche nach Fencheltee zu gehen (ist für sie ja im Prinzip auch nur eine Art Spiel) oder Tricks vorzuführen, dann kann man sogar seine Fleischwurst, Hühnerherzen oder sonst was für sich behalten – Spielzeug hat sowieso nur wert um zu interagieren, ohne das man aktiv mit ihr spielt, hat sie keinerlei Interesse daran. Sie spielt auch nicht, wie manche Hunde das tun, des Spiels oder des Spielzeugs wegen (zum Beispiel so Hunde, denen egal ist wer ihnen den Ball schmeißt, Hauptsache einer schmeißt), sondern sie spielt ausschließlich der Interaktion wegen.
Durch sie habe ich gelernt, wie man ohne solche Hilfsmittel eine Beziehung zu dem Hund aufbauen kann und zwar eine, in der er auch folgt und man mit ihm auch arbeiten kann.

Ich kann ihr nichts vorspielen, sie merkt sofort, wenn ich innerlich unruhig bin, selbst wenn ich es nicht merke.
Sie ist kein Tröster, sie hält mir knallhart den Spiegel vor und möchte dann keinen Kontakt zu mir. Länger schmusen? Das geht nur, wenn ich mich wirklich runter fahre und wirklich entspanne, sonst ist sie nach einer Minute spätestens weg.
So habe ich gelernt, besser in mich hinein zu horchen, oft habe ich in den Situationen selbst nicht gemerkt, wie ruhelos ich war. Sie zwingt mich dadurch runter zu kommen, mich zu bremsen und mir Auszeiten zu nehmen, von Tag zu Tag wird es besser.

Dies sind nur die größten und wichtigsten Dinge, die sie mich gelehrt hat, hier alles aufzuzählen bis ins Detail würde den Rahmen eindeutig sprengen.

Was haben euch eure Hunde beibringen können? Schreibt es mir gern in die Kommentare.